logo    
 
   
büro
bauten
projekte
werkliste
impressum
wiesflecker-architekten zt gmbh
müllerstraße 10, 6020 innsbruck
telefon +43 (0)512 581551
fax +43 (0)512 581551 5
office@wiesflecker-architekten.com
 
 
  1   2   3   4   5   6   7   8   9      
  datenblatt
text
pdf erstellen
campusuniversität
das nachdenken über die campusuniversität führte zu einem gegensatzpaar. schöne - in diesem fall höhere baukörper – bilden in einem freiraum eine gebäudesequenz. die studenten und die lehrenden benutzen gebäude und freiräume. campusuniversität kann/könnte auch das beürfnis mit den freiräumen zu leben und zu arbeiten bedeuten.
wir haben uns für diesen ansatz entschieden, da der ort geradezu nach einer einbeziehung des aussenraums schreit. durch diese überall mitschwingende luft entsteht eine grosszügigkeit bis hin zum kleinsten raum und die daraus abgeleitete morphologie ist wachsende stadt und nicht ein ringen um die verrücktesten einzelzeichen.

städtebau
eine serielle struktur aus 40/15/23m großen einzelteilen ist in die „normale“ höhe der stadt eingebettet und mutiert in den einzelnen teilbereichen von satt sitzend bis hin zu spektakulär auskragend.
die auskragung öffnet sich hin zum fussläufigen haupterschliessungsweg und kompensiert durch seine grosszügigkeit die grundstückszuschnittsschwächen in diesem bereich.
der aussenraum ist bestandteil der struktur und vernetzt die universität mit dem enormen aussenraumpotential des ortes.
die gliederkette mit ihren mutierten einzelelementen hat die prägnanz der grossform und zugleich eine feingliedrigkeit und überschaubarkeit in den benutzungssequenzen.

typologieentscheidungen in der struktur
dem entwurf liegen einige prägnante typologische entscheidungen zu grunde, die den entwurf determinieren und deren aufzählung auch die benutzerqualität beschreiben.

serielle vernetzung mit dem aussenraum
grosszügigkeit in den aussen- und innenraumsequenzen der ebene 0
erschliessung aller studentenanlaufpositionen von zwei erschliessungswegen aus – ebene 0 und ebene 3 – mit visueller verbindung der beiden ebenen
selbststudierzone im erdgeschoss direkt mit den höfen verbunden – selbststudierzone im grünen
departments sind immer an der erschliessungsebene e3 angedockt und stehen somit mit ihrem office untereinander in bezug
jedes department ist in sich eine dreidimensionale raumsequenz
das hörsaalzentrum bildet mit der aula eine gosszügige raumsequenz als zentrum der struktur

höfe und pufferräume
die innenliegenden höfe sind klimatische pufferräume die in verbindung mit den erdgeschossigen offenen raumsequenzen eine natürlichen klimaausgleich bringen – siehe haustechnikkonzept. durch diesen pufferraum entsteht ein über große zeiträume des jahres benutzbare visuelle und funktionelle raumerweiterung.
sonnenschutz und tageslichtumlenkung kann konzentriert für vier fassaden an der horizontalten fläche erfolgen und setzt somit bereits im pufferraum die entsprechenden klimatischen randbedingungen.
diese pufferraumidee setzt sich in der erdgeschosszone weiter fort und bildet somit einen grosszügig funktionierenden lüftungskreislauf.

selbststudierzone
die selbststudierzone ist transparent im erdgeschoss um die begrünten höfe angeordnet. diese anordnung bringt einen direkt erlebbaren naturbezug und drückt sehr stark den oben beschriebenen nicht ganz klassisch interpretierten campuscharakter aus. diese hofräume können für das studium mitgenutzt werden.
diese raumsequenz ist direkt von allen besuchern und benutzern der universität erlebbar.

bibliothek
räumlich in zusammenhang mit der selbststudierzone und der eingangssequenz entwickelt sich über drei geschosse die bibliothek. die anordnung im norden ermöglicht eine grosszügige öffnung zum aussenraum. die zuordnung der einzelnen räume zueinander ist trotz dieser dreigeschossigkeit einfach und über grosse linienförmige zonen. auch hier wird ein hof in die bibliothek integriert.

die zugeordneten, abgesenkten garderoben sind so angeordnet, dass sie auch für das hörsaalzentrum und die selbststudierzone gut liegen.

hörsalzentrum
die hörsäle als kernzone der wissensvermittlung sind im zentrum vertikal gestapelt und verbinden die beiden haupterschliessungsebenen e0 und e3.
durch diese anordnung entsteht im zusammenhang mit der aula und den beiden haupterschliessungebene eine sehr grosszügige dreidimensionale raumsequenz. interne und externe veranstaltungen und feiern erhalten einen speziellen einprägsamen ort.